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4567/17 - Neugestaltung Von-der-Leyen-Platz

Vorlagennummer4567/17
Datum03.01.2018
Beratungsartöffentlich

Beschlussvorschlag


Der Ausschuss für Bauen, Wohnen und Mobilität beschließt die Planung und setzt die Kosten in Höhe von 615.000,00 EUR fest.
Die Bezirksvertretung Krefeld-Mitte nimmt die Planung zur Kenntnis.

Sachverhalt


Die Plattierung des Von-der-Leyen-Platzes soll in einem Teilbereich vor dem Rathaus neu gestaltet werden. Es handelt sich hierbei um eine Fläche von ca. 36 m x 36 m, gleich ca. 1.300 qm, die mit Beton- / Werksteinplatten neu belegt werden soll. Hierbei sind befahrbare stahlarmierte Platten im Format 1,20 m x 1,20 m in der Farbe "hell" und Pflaster- oder Plattenbeläge für eine Bänderung in einer Streifenbreite von 80 cm in Kleinpflaster vorgesehen. Die Streifen der Bänderung verlaufen dabei quer vor dem Rathaus-Eingang (halbwegs in Nord-Süd-Richtung). Anfallende Oberflächenniederschläge werden über die, die neu plattierte Fläche einfassenden und an das Kanalnetz angeschlossenen, vier Schlitzrinnen abgeleitet (siehe Plan Vorlagenanhang).

Vor Realisierung der Neugestaltung des Platzteiles, der aus Kostengründen wie oben angeführt begrenzt wurde, muss die darunter befindliche Tiefgarage inkl. der Dehnungsfugen abgedichtet werden.

Die Tiefgaragendecke ist aufgrund der langen Nutzungsdauer an vielen Stellen undicht und führt zu Wasseransammlungen innerhalb der Tiefgaragenebenen. Oberhalb der Tiefgaragendecke befindet sich eine ca. 1,3 m starke Auffüllung und ist vermutlich oberhalb der gesamten Tiefgaragenfläche anzutreffen. Ob die Undichtigkeiten der Tiefgarage auf schadhafte Bauwerksfugen zurückzuführen sind oder aber andere Ursachen haben, konnte bisher nicht zweifelsfrei festgestellt werden. Im Rahmen der vorgesehenen Oberflächenerneuerung am Von-der- Leyen-Platz ist es daher sinnvoll, zumindest die Auffüllungen unterhalb der zu sanierenden Platzoberfläche bis auf die Betonoberfläche Tiefgarage abzugraben, mögliche Bauwerksfugen zu ertüchtigen und eine neue, flächige Bauwerksabdichtung aufzubringen. Die Ausführungen und der Umfang der erforderlichen Arbeiten sind von der Oberflächenbeschaffenheit der Betondecke sowie der Anzahl und dem Zustand der bauseitigen Fugen abhängig.

Mit Neuherstellung der o. a. begrenzten Platzfläche durch

Neuplattierung der Oberfläche mit Bettung
zielgerichtetem Abführen des Niederschlagwassers über Schlitzrinnen in den Kanal
Neuaufbau der Tragschicht / Auffüllung oberhalb der Tiefgaragendecke
und Abdichtung der Tiefgaragendecke im neu zu plattierenden Bereich

wird sichergestellt, dass die Verkehrssicherungspflicht für den oberirdischen Platz als auch die Tiefgarage für diese Teile gewahrt werden kann.

Vorgesehener Beratungsweg

Bezirksvertretung Mitte, 15.02.2018
Beschluss


Die Bezirksvertretung Krefeld-Mitte nimmt die Planung zur Kenntnis.

Abstimmungsergebnis

zur Kenntnis genommen

Wortbeitrag


Frau Sellke stellt die Vorlage im Detail vor.
Herr Heitzer äußert Bedenken hinsichtlich der Abdichtung der darunterliegenden Tiefgaragendecke und spricht sich für ein einheitliches kleineres Pflaster aus. Seiner Ansicht nach solle der Platz künftig auch nicht mehr für Kraftfahrzeuge zugänglich sein. Ihm schweben eine weitergehende Begrünung sowie eine gestalterische Änderung des Platzes unter Einbindung der Anwohner vor.
Frau Schnell fragt nach, ob die bestehenden Bäume erhalten blieben. Frau Sellke bestätigt dies und erwähnt, dass weitere Baumpflanzungen aufgrund der Tiefgarage nicht möglich seien.
Frau Neukirchner stellt fest, dass die Umsetzung der Maßnahme in Hinblick auf die Verkehrssicherungspflicht dringend erforderlich sei. Allein aus diesem Grunde müsse die Vorlage der Verwaltung Zustimmung erfahren.
Frau Drießen-Seeger ist der Ansicht, dass sich der Zustand definitiv verbessern werde. Sie fragt nach, ob die Maßnahme noch in diesem Jahr umgesetzt werde. Frau Sellke kann einen festen Baubeginn erst zu einem späteren Zeitpunkt benennen. Sie zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass die Maßnahme noch in diesem Jahr abgeschlossen werde.

Ausschuss für Bauen, Wohnen und Mobilität, 06.03.2018
Beschluss


Der Ausschuss für Bauen, Wohnen und Mobilität beschließt die Planung und setzt die Kosten in Höhe von 615.000,00 EUR fest.

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Wortbeitrag


Herr Daniels weist auf die häufige illegale Nutzung des Von-der-Leyen-Platzes auf Grund von fehlenden oder nicht ordnungsgemäß angebrachten Pollern an den Zuwegungen hin.

Ratsherr Hoffmann informiert sich über den Zeitpunkt der Maßnahme. Laut Frau Sellke soll die Maßnahme im Jahr 2018 erfolgen.

Ratsherr Schmitz merkt an, dass der Gestaltungsbeitrag bei der Planung einbezogen werden sollte. Er äußert sich zur zentralen Bedeutung des Platzes, zur Kulturachse, zur farblichen Gestaltung des Platzes, sowie zum Thema Oberflächenbeschaffenheit und Schutz vor Verunreinigungen.

Ratsherr Butzen teilt mit, dass die Situation allen Beteiligten klar sein sollte und die Notwendigkeit der Maßnahme außer Frage stehe. Das Thema sollte nicht verschoben werden. Er informiert sich außerdem über die Reaktionen der Bezirksvertretung Mitte bezüglich der Planung.

Beigeordneter Visser teilt mit, dass das Thema Von-der-Leyen-Platz sehr alt sei. Der Platz sei aus den 80er Jahren und bei dessen Planung gab es bereits Fehler. Die Verkehrssicherheit könne nur notdürftig durch bituminöse Ausbesserungen gewährleistet werden. Ein weiteres Problem sei die Undichtigkeit der unter dem Platz liegenden Tiefgarage. Für eine Sanierung der Tiefgaragendecke sei die komplette Aufnahme der Platzfläche unumgänglich. Die grundsätzliche Gestaltung solle beibehalten werden und es handle sich in erster Linie um eine sichernde Maßnahme.

Ratsherr Läckes dankt Beigeordnetem Visser für die Ausführungen und gibt zu Bedenken, dass das Rathaus historisch sei und unter Denkmalschutz stehe. Er fragt nach der Einbeziehung der Denkmalbehörde in die Planung des Platzes.

Herr Lucas stellt die Gestaltung des Platzes in Frage und bittet darum, den Gestaltungsbeirat mit einzubeziehen. Er schlägt vor, das Thema in der nächsten Sitzung des Beirates zu besprechen.

Ratsherr Butzen erinnert daran, dass es sich bei der Vorlage für den Ausschuss für Bauen, Wohnen und Mobilität um eine Kostenfestsetzung handle. Er bittet darum, die Diskussion nicht zu sehr auszuweiten und weist auf die Verkehrssicherungspflicht hin.

Der stellvertretende Vorsitzende Ratsherr Dr. Galke bittet die Verwaltung zu klären, ob die Einbeziehung des Gestaltungsbeirates zeitlich möglich wäre.

Herr Göbel und Ratsherr Hoffmann schlagen vor, mit der Maßnahme schnellstmöglich zu beginnen und die Gestaltung der Oberfläche, die erst nach sämtlichen Arbeiten im Untergrund erfolgen könne, zu überdenken.

Beigeordneter Visser bittet um Kostenfestsetzung. Es spreche aus Sicht der Verwaltung nichts gegen die Vorlage der Planung in der nächsten Sitzung des Gestaltungsbeirates. Er erklärt, dass die untere Denkmalbehörde in der Angelegenheit keine Zuständigkeit habe, da der Umgebungsschutz des Denkmals Rathaus hier nicht greife.

Ratsfrau Sanz Sanz unterstützt die Aussage von Beigeordnetem Visser und äußert sich dahingehend, dass die Gestaltung später besprochen werden könne.

Ratsherr Hengst teilt mit, dass die Planung schon länger bekannt sei und bisher nicht kritisiert wurde. Weiterhin merkt er an, dass die Umrandung des Platzes unverändert bestehen bleiben solle. Er bittet um Zustimmung.

Ratsherr Läckes macht deutlich, dass die CDU-Fraktion das Vorhaben nicht behindern möchte, Ratsherr Wettingfeld im Vorfeld aber angekündigt habe, dass Nachfragen gestellt werden. Außerdem teilt er mit, dass die untere Denkmalbehörde nicht befragt wurde. Er bittet um Befragung die untere Denkmalbehörde sowie des Gestaltungsbeirates und um gegebenenfalls Anpassung der Planung.

Ratsherr Hengst teilt mit, dass die SPD-Fraktion den Beschluss fassen würde, wenn die untere Denkmalbehörde der Planung zustimmt.

Der Ausschuss für Bauen, Wohnen und Mobilität einigt sich darauf, der Vorlage zuzustimmen und gleichzeitig in das Protokoll aufzunehmen, dass der Gestaltungsbeirat und die untere Denkmalbehörde beteiligt werden.

Der stellvertretende Vorsitzende Ratsherr Dr. Galke erklärt, dass die Beschlüsse des Gestaltungsbeirates nicht bindend seien.