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4674/17 - Projektstand Bezirkssportanlage Bockum

Vorlagennummer4674/17
Datum15.11.2017
Beratungsartöffentlich

Beschlussvorschlag


Sportausschuss:
1. Der Sportausschuss empfiehlt dem Haupt- und Beschwerdeausschuss die Zustimmung zur vorgelegten Planung.
2. In Abänderung seiner Beschlüsse zur Verwendung von Haushaltsmitteln
- in Höhe von 270.000,00 EUR für die Sanierung der Bezirkssportanlage Sprödental sowie
- in Höhe von 100.000,00 EUR als Ansparrate für die Errichtung eines Kunstrasenplatzes auf
der Bezirkssportanlage Horkesgath
beschließt der Sportausschuss, die für den ursprünglichen Zweck noch nicht verausgabten finanziellen Mittel in Höhe von insgesamt 340.200,00 EUR (netto) nunmehr für die Umwandlung des vorhandenen Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz nebst Erneuerung der am Standort vorhandenen Flutlichtanlage auf der Bezirkssportanlage in Bockum in Anspruch zu nehmen.
3. Der Sportausschuss beschließt entsprechend der vorgestellten Planung für eine Realisierung des Vorhabens auf Grundlage der geschätzten Gesamtkosten in Höhe von netto 785.006,87 EUR ergänzend benötigten finanziellen Mittel in Höhe von netto 344.806,87 EUR aus der Sportpauschale bereitzustellen.
Haupt- und Beschwerdeausschuss:
Der Haupt- und Beschwerdeausschuss beschließt die Umsetzung der vorgestellten Planung.
Bezirksvertretung Ost:
Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

Sachverhalt


Der Sportausschuss hat in seiner 11.Sitzung am 31.08.2016 der seitens der Verwaltung vorgeschlagenen Priorisierung hinsichtlich der Errichtung weiterer Kunstrasenplätze auf den Bezirkssportanlagen Horkesgath, Horkesgath 15, und Bockum, Prozessionsweg 15, zugestimmt.
Während die Realisierung des Vorhabens auf der Bezirkssportanlage Horkesgath im Rahmen des Projektes „Gute Schule 2020“ erfolgen soll, sind für die Errichtung des Kunstrasenplatzes auf der Bezirkssportanlage Bockum aufgrund der fehlenden direkten schulischen Anbindung der Sportanlage keine diesbezüglichen Kapazitäten/Ressourcen nutzbar.
Zur Erstellung der Planungsleistungen für die Umwandlung des auf der Bezirkssportanlage Bockum vorhandenen Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz wurde im Weiteren ein Angebot eingeholt und dem städtischen Rechnungsprüfungsamt zugeleitet. Nach Prüfung der Unterlage erfolgte von dort die Zustimmung zur Auftragserteilung an den Landschaftsarchitekten Herrn Dipl. Ing. Florian Stanka, Krefeld.
Um mit der Ausführung der Baumaßnahme zeitnah im Kalenderjahr 2018 beginnen zu können, wurde durch den Sportausschuss am 22.08.2017 ein Dringlichkeitsbeschluss zur Beauftragung der projektbezogenen Planungsleistungen gefasst.
Nach dem Ergebnis der Objektplanung ist mit der Umsetzung des Vorhabens ein geschätztes Investitionsvolumen in Höhe von insgesamt netto 785.006,87 EUR beziehungsweise brutto 934.158,18 EUR verbunden.

Die sich gegenüber in der Vergangenheit durchgeführten vergleichbaren Maßnahmen ergebenden Mehrkosten resultieren sowohl aus den örtlichen Besonderheiten, die den Einbau einer Versickerungsanlage notwendig machen, als auch dem Erfordernis, die mittlerweile in die Jahre gekommene und defekte Flutlichtanlage am Standort des neu zu errichtenden Kunstrasenplatzes durch eine energiesparende LED-Anlage zu ersetzen.
Infolgedessen erhöhen sich ebenfalls die Baunebenkosten, die sich in prozentualer Abhängigkeit von den Baukosten ermitteln lassen, sowie der Anteil der zu veranschlagenden Mehrwertsteuer.
Die Finanzierung des Vorhabens ist wie folgt vorgesehen:
Für die Errichtung des Kunstrasenplatzes auf der Bezirkssportanlage in Bockum sind in den Finanzplanungen 100.000,00 EUR (netto) berücksichtigt.
Darüber hinaus stehen von den ursprünglich für die Erstellung eines Kunstrasenplatzes auf der Bezirkssportanlage Horkesgath angesparten 100.000,00 EUR nach Abzug der Aufwendungen für in der Angelegenheit bereits erstellte Vorplanungen sowie ausgeführte Vermessungstätigkeiten noch 90.000,00 EUR (netto) zur Verfügung, die im Hinblick auf eine Abwicklung dieses Vorhabens im Rahmen des Projektes „Gute Schule 2020“ nunmehr anderweitig Verwendung finden können.
Ferner sind aufgrund der absehbar nicht erfolgenden Sanierung der Bezirkssportanlage Sprödental hierfür noch nicht verausgabte Mittel in Höhe von 250.200,00 EUR (netto) verfügbar.
Die restlichen zur Finanzierung der Maßnahme benötigten Mittel in Höhe von 344.806,87 EUR (netto) sollen der Sportpauschale entnommen werden.
Einzelheiten zum avisierten Vorhaben können dem beigefügten Erläuterungstext zum Planungsentwurf entnommen werden. Herr Dipl. Ing. Stanka wird den Mitgliedern des Sportausschusses in der Sitzung die von ihm erarbeitete Planung nebst Kostenschätzung und Bauzeitenplan im Detail vorstellen.

Vorgesehener Beratungsweg

Sportausschuss, 14.12.2017
Beschluss


Sportausschuss:
1. Der Sportausschuss empfiehlt dem Haupt- und Beschwerdeausschuss die Zustimmung zur vorgelegten Planung.
2. In Abänderung seiner Beschlüsse zur Verwendung von Haushaltsmitteln
- in Höhe von 270.000,00 EUR für die Sanierung der Bezirkssportanlage Sprödental sowie
- in Höhe von 100.000,00 EUR als Ansparrate für die Errichtung eines Kunstrasenplatzes auf
der Bezirkssportanlage Horkesgath
beschließt der Sportausschuss, die für den ursprünglichen Zweck noch nicht verausgabten finanziellen Mittel in Höhe von insgesamt 340.200,00 EUR (netto) nunmehr für die Umwandlung des vorhandenen Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz nebst Erneuerung der am Standort vorhandenen Flutlichtanlage auf der Bezirkssportanlage in Bockum in Anspruch zu nehmen.
3. Der Sportausschuss beschließt entsprechend der vorgestellten Planung für eine Realisierung des Vorhabens auf Grundlage der geschätzten Gesamtkosten in Höhe von netto 785.006,87 EUR ergänzend benötigten finanziellen Mittel in Höhe von netto 344.806,87 EUR aus der Sportpauschale bereitzustellen

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Wortbeitrag


Der mit den Planungen zur Errichtung eines Kunstrasenplatzes auf der Bezirkssportanlage in Bockum betraute Landschaftsarchitekt, Herr Dipl. Ing. Florian Stanka, stellt diese den anwesenden Mitgliedern der 17. Sitzung des Sportausschusses vor.
Eingangs der Diskussion zum Tagesordnungspunkt erklärt Ratsherr Zecha, dass er aufgrund seines breitensportlichen Engagements an den Abstimmungen in der Angelegenheit nicht teilnehmen werde, gleichwohl rechtliche Aspekten dem nicht entgegenstehen.
Um nicht Gefahr zu laufen, durch Verzögerungen bei der Realisierung von Sportbauvorhaben den Anspruch auf lediglich befristet bestehende Fördermöglichkeiten zu verlieren, bittet Ratsherr John, insbesondere mit Blick auf die im Rahmen des Landesprogramms „Gute Schule 2020“ für eine Umsetzung avisierten Projekte, die Verwaltung für eine forcierte Bearbeitung Sorge zu tragen.

Darüber hinaus bittet er Herrn Stanka um Auskunft, inwieweit der von ihm für den neuen Kunstrasenplatz auf der Bezirkssportanlage in Bockum vorgesehene Einsatz von Gummigranulat noch zeitgemäß sei.
Herr Landschaftsarchitekt Stanka führt aus, dass Gummigranulat als Füllmaterial von Kunstrasenplätzen weiterhin den aktuellen Entwicklungen im Sportplatzbau gerecht werde. Vonseiten der Hersteller von Kunstrasenplätzen werde zwar in jüngster Zeit zunehmend die Verwendung von Korkgranulat angepriesen, dieses habe sich in der Praxis jedoch nicht bewährt.
Korkgranulat besitze die Eigenschaft, bei Feuchtigkeit abgeschwemmt zu werden mit der Folge, dass zur Vermeidung von Schäden regelmäßig zeitnah neues Füllmaterial auf den Kunstrasenplatz aufgebracht werden müsse, was einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor darstelle. Vor dem Hintergrund gesundheitsrelevanter Aspekte betont Dipl. Ing. Stanka, dass seine Planungen nicht die Verwendung von recyceltem Gummigranulat vorsehen.
Unter Hinweis auf die vielfältigen sportlichen Aktivitäten des auf der Bezirkssportanlage in Bockum beheimateten Vereins äußert sich Ratsherr Lichtenberg positiv über die Standortwahl für die Errichtung eines weiteren Kunstrasenplatzes im Krefelder Stadtgebiet und erklärt, dass seine Fraktion der Verwaltungsvorlage zustimmen werde.
Ratsherr Kokol bittet unter Bezugnahme auf die in der zum Tagesordnungspunkt erstellten Verwaltungsvorlage dargestellte Finanzierung des Vorhabens um Mitteilung, welche Auswirkungen dies für die auf der Bezirkssportanlage Sprödental angedachte Sanierungsmaßnahme habe.
Herr Visser verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass veränderte Rahmenbedingungen, die sowohl die sportliche Entwicklung vor Ort betreffen, als auch der aktuelle bauliche Zustand der Sportstätte derzeit die Einstellung finanzieller Mittel für dortige Sanierungsvorhaben nicht rechtfertigen. Im Rahmen der anstehenden Quartiersbetrachtungen werde eine Neubewertung des Standortes erfolgen.
Herr Müller führt aus, dass er im Hinblick auf die zu erwartende Energieeinsparung die auf der Sportstätte beabsichtigte Errichtung einer LED-Flutlichtanlage begrüße und den Einsatz der Technologie auch auf weiteren Sportanlagen befürworte.

Haupt- und Beschwerdeausschuss, 25.01.2018
Beschluss


Der Haupt- und Beschwerdeausschuss beschließt die Umsetzung der vorgestellten Planung wie folgt:
In Abänderung seiner Beschlüsse zur Verwendung von Haushaltsmitteln
- in Höhe von 270.000,00 EUR für die Sanierung der Bezirkssportanlage Sprödental sowie
- in Höhe von 100.000,00 EUR als Ansparrate für die Errichtung eines Kunstrasenplatzes auf der Bezirkssportanlage Horkesgath
beschließt der Sportausschuss, die für den ursprünglichen Zweck noch nicht verausgabten finanziellen Mittel in Höhe von insgesamt 340.200,00 EUR (netto) nunmehr für die Umwandlung des vorhandenen Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz nebst Erneuerung der am Standort vorhandenen Flutlichtanlage auf der Bezirkssportanlage in Bockum in Anspruch zu nehmen.
Der Sportausschuss beschließt entsprechend der vorgestellten Planung, für eine Realisierung des Vorhabens auf Grundlage der geschätzten Gesamtkosten in Höhe von netto 785.006,87 EUR ergänzend benötigte finanzielle Mittel in Höhe von netto 344.806,87 EUR aus der Sportpauschale bereitzustellen.

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Bezirksvertretung Ost, 21.02.2018
Beschluss


Die Mitglieder der Bezirksvertretung OST nehmen die Vorlage 4674/17 zur Kenntnis.

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Wortbeitrag


Herr Merkel begrüßt Herrn Dipl.Ing. Florian Stanka und bittet ihm um eine Vorstellung des Vorhabens.

Herr Stanka erläutert den Mitgliedern der Bezirksvertretung anhand eines Beamer-Vortrages Ablauf, Inhalte, Verfahrenstechniken und weitere Informationen zum Vorhaben.
(Protokollnotiz: Die PDF-Datei des Vortrages wurde den Mitgliedern der Bezirksvertretung am 22.02.2018 per E-Mail zur Verfügung gestellt. Ferner ist sie als Anlage 1 der Niederschrift der 23. Sitzung der BV OST beigefügt.)

Im Zuge der dann folgenden Diskussion stellen die Mitglieder der Bezirksvertretung Fragen zu den unterschiedlichsten Themenfeldern.

So kann Herr Stanka Fragen zur Nutzung des Drainagewassers beantworten. Auch Fragen zur Bewässerung des Spielfeldes, das aufgrund seiner baulichen und materialtechnischen Komposition nicht durchgängig bewässert werden muss, werden ausgiebig diskutiert und geklärt.
Herr Heitmann bemängelt, dass die eingesetzten Gelder für diese Maßnahme zu Lasten der Sportanlage an der Sprödentalstraße gingen. Herr Leist wie auch Frau Brünsing können mit den Hinweisen auf eine gezieltere Jugendförderung und eine sinnvollere Nutzung der Gelder am Prozessionsweg hier Hintergründe erläutern.

Die potentielle Nutzungsdauer einer derartigen Anlage, die von Herrn Borgwardt hinterfragt wird, beziffert Herr Stanka auf etwa 12- 15 Jahre. Dabei sei es unbedingt sinnvoll, die Pflege der Anlage nicht in Vereinshand zu belassen.

Die Frage des Herrn Roß, ob es eine Kolonne der städtischen Mitarbeiter des FB 52 sein werde, die künftig für die Pflege der Anlage einstehen soll, wird von den Herren Heitmann und Leist mit der denkbaren Umwandlung hin zu einer Kolonne der noch zu schaffenden AöR korrigiert.

Auch die Frage es Herrn Drabben, ob der bei der Maßnahme eingesetzte Belag recycelbar sei, wird von Herrn Stanka bejaht. Das Material werde im Wege des sog. landscapings z.B. für Hausgärten häufig genutzt.