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4690/17 - Sachstandsbericht zu den Sportstätten Badezentrum, städtische Eishallen, Grotenburg-Stadion und Sporthalle Glockenspitz

Vorlagennummer4690/17
Datum21.11.2017
Beratungsartöffentlich

Beschlussvorschlag


Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

Sachverhalt


Badezentrum Bockum
Zur Ermittlung des Handlungsbedarfs hinsichtlich erforderlicher Sanierungsmaßnahmen für den Bereich des Badezentrums Bockum hat die Verwaltung das Vergabeverfahren für die Projektierung einer Machbarkeitsstudie initiiert. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie soll/en eine umfassende Beurteilung der Bausubstanz des Bades durchgeführt, aber auch Funktionsabläufe und Dimensionierungen kritisch hinterfragt werden. Die Erkenntnisse hieraus sollen Aufschluss über den erforderlichen Sanierungsbedarf geben und richtungsweisend für die weitere Vorgehensweise sein.
Der Ausschuss für Verwaltung, Vergabe, Ordnung und Sicherheit hat in seiner Sitzung am 07.09.2017 den Beschluss gefasst, zunächst die Beauftragung der Projektvorbereitung und Projektleitung im Vorfeld der Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben.
Dies ist erfolgt und das beauftragte Unternehmen hat zwischenzeitlich seine Tätigkeiten aufgenommen.
Für das Frühjahr 2018 ist die Vergabe der differenzierten Machbarkeitsstudie vorgesehen.

Städtische Eissporthallen
Der Sportausschuss hat in seiner Sitzung am 05.10.17 die Verwaltung beauftragt, die Voraussetzungen für die Errichtung einer mobilen Eisbahn für die kommende Eissportsaison zum September 2018 zu schaffen.
Nach den Vorstellungen der Verwaltung soll der Aufbau der mobilen Eisbahn im Gebäudetrakt der Werner-Rittberger-Halle erfolgen.
Im Rahmen einer Sondierung möglicher Anbieter mobiler Eisbahnen haben nach hiesiger Einschätzung fünf Unternehmen ihre umfassende Fachkunde unter Beweis gestellt und substanzielle Referenzen erbringen können.
Vorbehaltlich einer am 05.12.17 durch den Rat der Stadt Krefeld erfolgenden Bereitstellung von Haushaltsmitteln ist beabsichtigt, zum Ende dieses/Anfang kommenden Jahres in der Angelegenheit ein Vergabeverfahren einzuleiten.

Grotenburg-Stadion
Im Hinblick auf sicherheitsrelevante Erfordernisse und unter Berücksichtigung der sich gegebenenfalls einstellenden sportlichen Entwicklung des Hauptnutzers des Stadions, dem Verein KFC Uerdingen 05 e.V., nimmt die Verwaltung derzeit mit allen maßgeblichen Stellen erforderliche Abstimmungen über die zukünftige Ausrichtung des Stadions vor. Erste Gespräche wurden bereits verwaltungsintern als auch unter Beteiligung der zuständigen Ordnungsbehörden mit dem KFC Uerdingen 05 e.V. geführt. Darüber hinaus erfolgte unlängst vor Ort mit Vertretern des Deutschen Fußball-Bundes e. V. eine Erörterung der grundsätzlich an Spielstätten der dritthöchsten Spielklasse im Fußball gestellten Anforderungen.
Aufgrund der Tragweite und der Komplexität gegebenenfalls anstehender Maßnahmen besteht bereits zum jetzigen Zeitpunkt Einvernehmen dahingehend, dass in der Angelegenheit externer Sachverstand zu Rate gezogen werden muss. Dies soll im Rahmen einer Machbarkeitsstudie erfolgen.
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie ist insbesondere in den Blick zu nehmen, inwieweit das Grotenburg-Stadion die derzeit maßgeblichen technischen, baulichen und funktionalen Standards erfüllt beziehungsweise in welchem Umfang gegebenenfalls Maßnahmen umgehend eingeleitet werden müssen, um auch künftig diesbezüglichen Vorgaben gerecht zu werden.
Unabhängig hiervon ist das derzeitige Sicherheitskonzept alsbald entsprechend den aktuellen Entwicklungen zu überarbeiten und mit Polizei, Feuerwehr und Bauaufsicht abzustimmen.

Sporthalle Glockenspitz
Die Sporthalle Glockenspitz gewinnt aufgrund der Nutzung als Heimspielstätte für die Hockeyspieler des CHTC sowie Drittliga Handballer der HSG Krefeld zunehmend an Bedeutung. Ein erster Schritt zur Ertüchtigung der Sporthalle Glockenspitz ist durch die jüngst realisierte Modernisierung des Hallenbodens sowie der seitens der Sportler genutzten Umkleide- und Sanitärbereiche erfolgt. Durch die Einbindung der Sportstätte in das Projekt „Gute Schule 2020“ plant die Verwaltung diesen Prozess kontinuierlich fortzuschreiben.

Vorgesehener Beratungsweg

Sportausschuss, 14.12.2017
Beschluss


Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Wortbeitrag


Herr Pasch informiert über einen mit einem Vertretern des Deutschen Fußball-Bundes e.V. im Grotenburg-Stadion erfolgten Informationsaustausch hinsichtlich der für Spielstätten der dritthöchsten Spielklasse im Fußball bestehenden Verbandsauflagen.
Er stellt heraus, dass drittligataugliche Heimspielstätten im Besonderen drei Kriterien kennzeichnen.
So sehen die Bestimmungen des Deutschen Fußball-Bundes e.V. vor, dass eine für den Spielbetrieb der 3. Fußball-Liga zugelassene Sportstätte
- über eine Zuschauerkapazität von 10.0000 Besuchern verfügen müsse,
- die Ausleuchtung der Spielfläche mit mindestens 800 Lux erfolgen müsse und
- der Wettkampfbetrieb grundsätzlich auf einer beheizbaren Naturrasenfläche
ausgetragen werden müsse.
Sofern in der Heimspielstätte keine Rasenheizung vorhanden sei und dem Verein eine Ausweichspielstätte zur Verfügung stehe, könne auf deren Installation im ersten Jahr der Drittligazugehörigkeit verzichtet werden.
Weiterhin teilt Herr Pasch mit, dass die Vorgaben des Deutschen Fußball-Bundes e.V. für drittligataugliche Stadien zwingend eine Fantrennung vorschreiben mit der Folge, dass im Falle des Aufstiegs des KFC Uerdingen 05 e.V. das Grotenburg-Stadion vier autarke Sektoren aufweisen müsse, die jeder für sich über eigene Zuwegungen sowie ausreichende Ver- und Entsorgungseinrichtungen verfügen müsse.
In diesem Zusammenhang verweist Herr Pasch auch auf die dringende Notwendigkeit, das vorhandene Rettungs- und Fluchtwegekonzept für das Grotenburg-Stadion zu überarbeiten.
Ratsherr Lichtenberg erkundigt sich nach dem vorhandenen Zeitfenster für die im Zuge eines möglichen Aufstiegs des KFC Uerdingen 05 e.V. zwingend auszuführenden baulichen Maßnahmen im Grotenburg-Stadion.
Herr Pasch macht deutlich, dass die Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes e.V. für drittligataugliche Spielstätten bereits zum Zeitpunkt der Relegation greifen. Lediglich die Installation einer Rasenheizung könne im Fall einer möglichen Inanspruchnahme einer Ausweichspielstätte mit einer Frist von einem Jahr zeitverzögert erfolgen.
Ratsherr John bittet um eine aktuelle Sachstandsmitteilung hinsichtlich der Osttribüne des Grotenburg-Stadions.
Herr Pasch weist darauf hin, dass eine Ertüchtigung der Osttribüne nur unter Berücksichtigung baurechtlicher Erfordernisse erfolgen könne.
Herr Visser unterstreicht, dass die Öffnung der Osttribüne des Grotenburg-Stadions zur Abwicklung des Drittliga-Spielbetriebes nicht erforderlich sei. Die vom Deutschen Fußball-Bund e.V. für den Drittliga-Spielbetrieb vorgegebene Zuschauerkapazität werde auch durch Nutzung der übrigen im Stadion vorhandenen Tribünenanlagen erreicht.
Es dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass im Fall eines Rückgriffs auf die Zuschauerkapazität der Osttribüne, diese ausreichende Möglichkeiten zur Entfluchtung bieten müsse.
Herr Visser macht deutlich, dass allein der Einbau einer Rasenheizung mit einer Investition im hohen 6-stelligen Bereich verbunden sei. Die Mitglieder des Sportausschusses müssen sich in diesem Zusammenhang darüber im Klaren sein, dass von Investitionen in das Grotenburg-Stadion in erster Linie der Profisport profitiere.
Für das Frühjahr 2018 hofft Herr Visser, den Mitgliedern des Sportausschusses einen umfassenden Maßnahmenkatalog vorstellen zu können, dessen Umsetzung das Grotenburg-Stadion zu einer drittligatauglichen Sportstätte ertüchtige.
Ratsherr Zecha sieht die Gefahr, dass gegebenenfalls zeitnah erfolgende Investitionen in das Grotenburg-Stadion nicht zwangsläufig im Einklang mit der sportlichen Entwicklung des KFC Uerdingen 05 e.V. stehen.
Ratsherr Läckes äußert, dass ein möglicher Aufstieg des KFC Uerdingen 05 e.V. für die Stadt Krefeld eine deutliche Steigerung ihres Renommees nach sich ziehen werde. Er bittet die Verwaltung, zeitnah einen umfassenden Maßnahmenkatalog vorzulegen, der im Zuge der Erlangung der Drittligatauglichkeit des Grotenburg-Stadions der Realisierung bedarf. Mit der Inangriffnahme der Maßnahmen müsse so zeitig begonnen werden, dass anstehende Relegationsspiele im Grotenburg-Stadion stattfinden können.
Herr Müller merkt an, dass der KFC Uerdingen 05 e.V. seinen Lizensierungsantrag für die 3. Fußball-Liga bereits Ende März 2018 einreichen müsse. Er fragt nach, ob der aktuelle Anlagenzustand in diesem Zusammenhang relevant sei.
Herr Pasch teilt mit, dass der Zustand der Heimspielstätte durchaus Relevanz für die Antragstellung besitze. Genaueres werde das Lizensierungsverfahren ergeben.
Ratsherr John äußert, dass die im Sportetat veranschlagten finanziellen Mittel für breitensportliche Zwecke verwendet werden sollen. Investitionen in das Grotenburg-Stadion sollten über anderweitige Finanzierungsmöglichkeiten sichergestellt werden.
Ratsherr Oppers erkundigt sich, inwieweit das Grotenburg-Stadion die Voraussetzungen erfülle, als Austragungsort für die DFB-Pokalrunde zu dienen.
Herr Visser sagt den Mitliedern des Sportausschusses zu, in einer der nächsten Sitzungen einen umfassenden Maßnahmenkatalog vorzulegen, dessen Umsetzung die Drittligatauglichkeit des Grotenburg-Stadions nach sich ziehe.
Herr Hofmann hält es nicht für angezeigt, kommunale Mittel für Zwecke einzusetzen, die vorrangig dem Profisport zugutekommen. In diesem Zusammenhang bittet er um Information, inwieweit der KFC Uerdingen 05 e.V. seine Bereitschaft signalisiert habe, sich an möglichen Investitionsmaßnahmen zur Ertüchtigung des Grotenburg-Stadions zu beteiligen.
Herr Pasch führt aus, dass nach Fertigstellung des zur Erlangung der Drittligatauglichkeit des Grotenburg-Stadions aufzustellenden Maßnahmenkataloges mögliche Beteiligungen des Vereins hinsichtlich seiner Umsetzung durchaus geprüft werden müssen.
Herr Müller führt an, dass der KFC Uerdingen 05 e.V. im Falle des Aufstieges auch mit höheren Verbandsauflagen konfrontiert werde.
Ratsherr Lichtenberg erkundigt sich, ob die Bezirksregierung Düsseldorf zwischenzeitig die für die jüngst in der Sporthalle Glockenspitz erfolgten Sanierungsmaßnahmen zugesagte Aufwandserstattung vorgenommen habe.
Herr Pasch berichtet, dass der Bezirksregierung Düsseldorf nunmehr die Schlussrechnung für die durchgeführten Maßnahmen zugesandt worden sei und er die Hoffnung habe, dass von dort alsbald die Kostenerstattung erfolge.
Ratsherr Kokol bittet um Information, inwieweit die Verwaltung bezüglich der Sportstätten Badezentrum Bockum, städtische Eissporthallen, Grotenburg-Stadion und Sporthalle Glockenspitz noch Notwendigkeit zur ergänzenden Information der Mitglieder des Sportausschusses sehe.
Herr Visser erklärt in diesem Zusammenhang, dass die Verwaltung die Vorbereitungen zur Beschaffung einer zweiten Eisbahn mit Nachdruck verfolge und er hoffe, in einer der nächsten Sitzungen des Sportausschusses den Gremiumsmitgliedern erste Ergebnisse hinsichtlich der beauftragten Projekttätigkeiten zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie für den Bereich des Badezentrums Bockum vermelden zu können.