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4692/17 - Sportfreianlagen im Stadtgebiet Krefeld - Blick in die Quartiere

Vorlagennummer4692/17
Datum21.11.2017
Beratungsartöffentlich

Beschlussvorschlag


1. Die Verwaltung wird beauftragt, unter Einbeziehung des Stadtsportbundes Krefeld e.V. und der ihm angeschlossenen Fachschaften entsprechend der vorgeschlagenen Chronologie die Quartiersbetrachtungen durchzuführen.


2. Die Verwaltung wird beauftragt, dem Sportausschuss unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Quartiersbetrachtungen zeitnah ihre Vorschläge für die Maßnahmenplanung 2018 zu unterbreiten.

Sachverhalt


Der Sportausschuss hat in seiner 16. Sitzung am 05.10.17 die Verwaltung beauftragt, zu den in den Einbringungsanträgen der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld Nr. 4479/17 E – Bau eines Uerdinger Kunstrasenplatzes aus Mitteln der Sportpauschale – sowie Nr. 4480/17 E – Notwendige Maßnahmen bei Sportstätten - angesprochenen Themenbereichen in der anstehenden Sitzung des Gremiums Stellung zu nehmen.

In diesem Zusammenhang ist Folgendes anzumerken:

Im Zusammenwirken mit dem Stadtsportbund Krefeld e.V. hat die Verwaltung am 17.10.2017 anlässlich einer Tagung der Fachschaft Fußball, der auch ein Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes e.V. beiwohnte, die Versorgungslage hinsichtlich der im Krefelder Stadtgebiet vorhandenen Sportfreianlagen erörtert.

Die Veranstaltung war der Auftakt zu einer Reihe weiterer für die Zukunft avisierter Beratungen, die im Kontext des seitens des Stadtsportbundes Krefeld e.V. moderierten „Krefelder Sportdialogs“ stehen, der die Entwicklung des Sports in Krefeld forcieren und unter anderem eine Optimierung der Krefelder Sportstätten erreichen möchte.

Mit den teilnehmenden Vereinsvertretern wurde seitens der Verwaltung vereinbart, Anfang des kommenden Jahres auf Grundlage der Quartierseinteilung und unter Einbeziehung der auf der jeweilige Sportstätte aktiven Nutzergruppen gemeinsam die aktuelle Situation vor Ort und potentiellen Entwicklungschancen der in Rede stehenden Sportfreianlagen zu reflektieren.

Aus Sicht des Stadtsportbundes Krefeld e.V., der Fachschaft Fußball sowie der Verwaltung liegt es nahe, im Rahmen des Prozesses zunächst den Blick auf die Sportplätze

- Hegmannsloch - Hüls-Nord,
- Reepenweg,
- Bellenweg und
- Fungendonk

zu richten.

In einem weiteren Schritt ist beabsichtigt,
- das Quartier „Süd-West“, mit den Sportstätten der Bezirkssportanlage Gladbacher Straße, der Bezirkssportanlage Randstraße sowie der Bezirkssportanlage Reinersweg, gefolgt
- vom Quartier „Uerdingen“, mit den Sportstätten der Bezirkssportanlage Rundweg als auch dem Covestro Sportpark, und nachfolgend
- das Quartier „Mitte“, mit den Sportstätten der Bezirkssportanlage Schroersdyk, der Bezirkssportanlage Hubert-Houben sowie der Bezirkssportanlage Sprödental, auf ihre Zukunftsfähigkeit sowie Entwicklungsoptionen hin zu analysieren.

Die Betrachtung der übrigen Quartiere soll im Anschluss folgen.

Als Basis für die Einschätzung der Entwicklungsmöglichkeiten eines Standortes sollen neben der Art und dem Umfang (Mannschafts- und Schulsportdichte) der sportlichen Nutzung unter anderem auch die Lage und der Zustand der Sportfreianlagen dienen. Standortbezogen sollen überdies mögliche Kooperationen von Sportvereinen in den Fokus der Betrachtungen gerückt werden.

Zur Abklärung schulsportlicher sowie planungsrechtlicher Belange wird die Sportverwaltung zeitnah mit den zuständigen Organisationseinheiten das Gespräch suchen.

Einzelheiten in der Angelegenheit können den in der Anlage 1 beigefügten Informationen entnommen werden, die im Rahmen einer Präsentation in der Sitzung des Sportausschusses eingehender erläutert werden.

Vorgesehener Beratungsweg

Sportausschuss, 14.12.2017
Beschluss


1. Die Verwaltung wird beauftragt, unter Einbeziehung des Stadtsportbundes Krefeld e.V. und der ihm angeschlossenen Fachschaften entsprechend der vorgeschlagenen Chronologie die Quartiersbetrachtungen durchzuführen.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, dem Sportausschuss unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Quartiersbetrachtungen zeitnah ihre Vorschläge für die Maßnahmenplanung 2018 zu unterbreiten.

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Wortbeitrag


Im Vorfeld der Präsentation der zum Tagesordnungspunkt verwaltungsseitig aufbereiteten Informationen verweist Herr Pasch darauf, dass sich sowohl der Stadtsportbund Krefeld e.V. als auch die Sportverwaltung in der Angelegenheit bereits seit längerem in Gesprächen mit den Vereinen befinden. Unter Beteiligung eines Vertreters des Deutschen Fußball-Bundes e.V. sowie unter Einbindung der Sportverwaltung sei die Thematik zuletzt im Oktober 2017 auf der vom Stadtsportbund Krefeld e.V. veranstalteten Tagung der Fachschaft Fußball diskutiert worden.
Im Rahmen seiner weiteren Ausführungen erläutert Herr Pasch, dass die Quartierseinteilung der im Stadtgebiet vorhandenen Sportfreianlagen aus dem Jahr 2016 herrühre. Weiterhin stellt er die von der Verwaltung favorisierte und in der Vorlage zum Tagesordnungspunkt dargestellte geplante Abfolge der Quartiersbetrachtungen vor. Er macht in diesem Zusammenhang deutlich, dass es die Verwaltung nicht ausschließen könne, dass sich als Folge der anstehenden Standortanalysen gegebenenfalls eine Reduzierung der im Krefelder Stadtgebiet vorhandenen Kapazitäten bzw. Umwidmungen einstellen werde/n.
Ziel der gemeinsam mit dem Stadtsportbund Krefeld e.V. verfolgten Entwicklung sei es, den Nutzern der Sportfreianlagen quartiersbezogen ein den Bedarf deckendes attraktives Sportstättenangebot zur Verfügung zu stellen. Hierbei betont Herr Pasch, dass im Rahmen des vorhersehbar zeitintensiven Prozesses bau- und planungsrechtliche Vorgaben, aber auch insbesondere die Belange des Schulsportes zu berücksichtigen seien.
Unter Bezugnahme auf die zu Beginn der 17. Sitzung des Sportausschusses vom Vorsitzenden, Ratsherrn Blondin, erfolgten Ausführungen hinsichtlich der Aufstockung der finanziellen Mittel des Sportetats äußert sich auch Ratsherr John positiv über diese Entwicklung.
Er macht darauf aufmerksam, dass seine Fraktion Kontakt zu Planungsunternehmen aufgenommen habe, die in anderen Kommunen Analysen der dortigen Sportstättensituation durchgeführt haben. Er begrüße die von Herrn Pasch vorgestellte Initiative.
Auch Ratsherr Lichtenberg begrüßt im Namen seiner Fraktion, dass nunmehr die Sportfreianlagen im Krefelder Stadtgebiet einer Standortbetrachtung unterzogen werden. Er bewertet insbesondere positiv, dass die anstehenden Analysen sich auf den gesamten auf den vg. Sportstätten ausgeübten Sportbetrieb erstrecken.
Ratherr Kokol zeigt sich zuversichtlich ob der vorgestellten Entwicklungen. Er gibt jedoch zu bedenken, dass die Standortanalysen auch auf die übrigen im Krefelder Stadtgebiet vorhandenen Sportstätten ausgedehnt werden müssen.
Herr Emmerich merkt an, dass die von Herrn Pasch vorgestellte Präsentation keine Aussagen zum aktuellen Anlagenzustand der Sportstätten treffe.
Herr Pasch informiert dahingehend, dass die Beurteilung des jeweiligen Anlagenzustandes ein Ergebnis der Quartiersbetrachtungen sein werde.
Herr Hofmann bringt zum Ausdruck, dass der Stadtsportbund Krefeld e.V. und die Sportverwaltung in der Angelegenheit die gleiche Ausrichtung verfolgen und er im Rahmen des möglicherweise langwierigen Prozesses gerade auch im Hinblick auf einen optimierten Ressourceneinsatz eine enge Zusammenarbeit anstrebe.
Ratsfrau Neukirchener weist auf die Situation hinsichtlich der bestehenden Versorgung des Stadtbezirkes Mitte mit Sportfreianlagen hin. Insofern halte sie insbesondere Standortanalysen für die Bezirkssportanlagen Sprödental, Hubert-Houben-Kampfbahn und Kaiser-Wilhem-Park für angezeigt.
Herr Müller hält die angestoßene Entwicklung auf dem Gebiet der Sportfreianlagen für grundsätzlich positiv, mahnt jedoch an, dass die Sportvereine in ausreichendem Maße in den Prozess einzubinden seien. Die vorgenommene Quartierseinteilung treffe seine Zustimmung.