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4812/18 E - E-Bus mit Flash-Ladetechnologie - Einbringung eines Antrags der CDU-Fraktion -

Vorlagennummer4812/18 E
Datum05.01.2018
Beratungsartöffentlich

Vorgesehener Beratungsweg

Ausschuss für Bauen, Wohnen und Mobilität, 24.01.2018

Wortbeitrag


Der Vorsitzende Ratsherr Wettingfeld stellt den Antrag seiner Fraktion vor.

Herr Kuphal hält einen Vortrag anhand einer Powerpoint-Präsentation.

Der Vorsitzende Ratsherr Wettingfeld bedankt sich für den interessanten Vortrag. Elektromobilität sei ein sehr wichtiges Thema - für alle Fraktionen. Zum einen aufgrund der neuen Technologien und zum anderen, da die Schadstoffbelastungen in den Innenstädten reduziert werden müssen.
Die Erfahrungen der SWK, als großer städtischer Energiekonzern, seien hierbei sehr interessant. Er werde die Ausführungen von Herrn Kuphal zum Anlass nehmen, ihn im Jahr 2019 wieder einzuladen, wenn möglicherweise die ersten Ergebnisse aus der Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein vorliegen. Herr Kuphal solle im Gegenzug gerne Kontakt aufnehmen, wenn interessante Erkenntnisse oder Pläne bekannt seien.

Ratsherr Lohmar berichtet von E-Bussen in der Stadt Oberhausen. Neben Dresden sei Oberhausen die einzige deutsche Stadt, die Elektrobusse direkt an den Hochspannungsstrom der Straßenbahnlinie anschließe. Dort möchte man zudem das Angebot erweitern und Ladestationen an Parkplätzen installieren.

Herr Kuphal weist auf Preisunterschiede der verschiedenen Busse in Oberhausen hin. Krefeld sei Vorreiter im VRR in Sachen Hybridbus und habe mittlerweile 10 solcher Busse beschafft. Er weist darauf hin, dass es für die Hybridbusse, aber auch die Elektrobusse in Oberhausen Förderungen gegeben habe. Wenn man Elektromobilität betreiben möchte, müsse eine entsprechende Energieversorgung vorhanden sein. Man dürfe bei diesem Thema aber auch nicht die betriebswirtschaftliche Sicht vergessen.
Die SWK untersuche derzeit viele verschiedene Möglichkeiten, um zu überlegen, wie sie sich zukünftig strategisch positionieren werde.

Der Vorsitzende Ratsherr Wettingfeld weist im Hinblick auf Energie-Kapazitäten darauf hin, dass die SWK darauf reagieren müsse, dass mehr und mehr Privatleute E-Autos besitzen.

Herr Dr. Prumbs weist auf eine geringere Lebensdauer von E-Bussen im Gegensatz zu Dieselfahrzeugen hin. Er erkundigt sich wie hoch der Anteil der Hybridbusse am Gesamtbestand sei. Er fragt, wie teuer ein Hybridbus sei und welche Lebensdauer man erwarten könne.

Herr Kuphal teilt mit, dass Hybridbusse aktuell 10 % des Bestandes ausmachen. Er bestätigt, dass man heutzutage noch nicht sagen könne, wie lange die Batterien der Flash-Ladetechnologie genutzt werden können. Die Betriebskosten der Hybridbusse, im Vergleich zu konventionellen Bussen, liegen bei einem Faktor von eins zu drei.
Man dürfe nicht außer Acht lassen, dass die Nutzung für Kunden noch bezahlbar bleiben müsse.

Ratsherr Läckes bedankt sich für den informativen und interessanten Vortrag. Er spreche sich dafür aus, dass die SWK gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein weiter an dem Thema arbeiten solle.

Frau Sanz Sanz erkundigt sich nach Erfahrungen der SWK mit Brennstoffzellentechnologie.

Herr Kuphal berichtet, dass beispielsweise die Stadt Hamburg den Betrieb eingestellt habe. Beliebter sei die Wasserstofftechnologie. Hier bestehe der Vorteil, dass die Motorentechnologie so bleiben könne. Die Wasserstoffmotoren seien quasi ähnlich dem heutigen Verbrennungsmotor. Aus umwelttechnischen Gesichtspunkten sei sicherlich gut, dass „nur“ Wasser herauskomme anstelle von Abgasen. Der Wasserstoff müsse allerdings auch erstmal produziert werden. Zudem sei Wasserstoff zurzeit mit ca. 5 Euro/kg sehr teuer.

Ratsherr Hoffmann fragt, ob es richtig sei, dass moderne Dieselbusse nicht mehr so viele Schadstoffe ausstoßen.

Herr Kuphal bestätigt, dass im Hinblick auf die Emissionen der Busbetrieb einen sehr geringen Anteil am Gesamtergebnis habe.

Der Vorsitzende Ratsherr Wettingfeld bedankt sich abschließend für die persönliche Teilnahme von Herrn Kuphal.

Protokollnotiz:
Die Präsentation liegt der Niederschrift als Anlage bei.