Inhalt

4930/18 - Sachstand Naturfreibad Hüls

Vorlagennummer4930/18
Datum25.01.2018
Beratungsartöffentlich

Beschlussvorschlag


Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

Sachverhalt


Der Sportausschuss hat In seiner 13. Sitzung am 24.01.2017 die Entnahme von 90.000,-- Euro aus der Sportpauschale zur Finanzierung von Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten im Freibad Hüls beschlossen.

Im Zuge der geplanten Sanierungen wurde im Jahr 2017 unter anderem die Bodenplatte im Nichtschwimmerbereich geschliffen und überstehende Kanten geebnet. Darüber hinaus wurden Absenkungen, Überstände sowie Risse sowohl im Beckenumgang als auch an den Beckenschrägen und Stolperfallen im gesamten Badbereich beseitigt. Eine Teilerneuerung des maroden Umkleidebereiches komplettierte die im Jahr 2017 im Hülser Naturfreibad durchgeführten Instandsetzungsmaßnahmen, die mit einem Aufwand in Höhe von zirka 40.000,-- Euro zu Buche schlugen.

Die in der vergangenen Freibadsaison im Hülser Bad aufgetretenen Wassereintrübungen, die sogar zu einer kurzfristigen Schließung des Bades im Sommer 2017 führten, haben die Verwaltung dazu veranlasst, einen Gutachter zu beauftragen, um abschließende Klarheit hinsichtlich der Ursachen dieses Phänomens zu erlangen.
In diesem Zusammenhang ist auch beabsichtigt, vor Beginn der kommenden Freibadsaison 2018 die am Beckenboden befindliche Kiesschicht auszutauschen und durch eine neue zu ersetzen.

Nach Eingang des Gutachtens wird die Verwaltung über das Ergebnis der Einschätzung des Sachverständigen berichten und die weiteren im Hülser Bad im Jahr 2018 geplanten Maßnahmen, für die nach Abzug des im Jahr 2017 geleisteten Aufwandes noch rund 50.000 Euro zur Verfügung stehen, darlegen.

Vorgesehener Beratungsweg

Sportausschuss, 15.02.2018
Beschluss


Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

Abstimmungsergebnis

zur Kenntnis genommen

Wortbeitrag


Herr Pasch berichtet, dass die Verwaltung mit dieser Vorlage einen aktuellen Informationsstand zu den Baumaßnahmen im Freibad Hüls vorlegt. Hinsichtlich der Wassereintrübungen würde eine Fachexpertise eingeholt, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen und das Bad weiterhin nutzen zu können.

Ratsherr Butzen weist darauf hin, dass die Bezirksvertretung Hüls am 07.03.17 die Revitalisierung des Freibades Hüls beschlossen habe und auch finanzielle Mittel für die erforderlichen Maßnahmen bereitgestellt worden seien. Er sei zuversichtlich, dass der Kiesaustausch erfolge und auch die Eintrübung des Wassers einer Eröffnung des Bades zur Freibadesaison nicht im Wege stehe.

Bezirksvertretung Hüls, 07.03.2018

Wortbeitrag


Herr Pasch erläutert die Vorlage und ergänzt diese um eine weitere bauliche Maßnahme.
Das Nichtschwimmerbecken weise zum Schwimmerbecken hin eine Übergangsstelle von 90⁰ auf. Durch eine bauliche Veränderung würden diese zwei Becken getrennt. Diese Maßnahme könne voraussichtlich in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Herr Plenker gibt zu bedenken, dass es zwei Probleme gebe. Zum einen die Wasserqualität und zum anderen die Verkehrssicherheit.
Der Eisengehalt im Wasser (3mg/l) sei im Vergleich zum Trinkwasser (0,2mg/l) sehr hoch. Auf Dauer müsse dafür eine Lösung gefunden werden, wie zum Beispiel das Einsetzen einer speziellen Filteranlage, die das Eisenoxid herausfiltern würde.
Die wasserrechtliche Genehmigung für die Wassereinspeisung ist aus dem Jahr 1998 und müsse im nächsten Jahr neu beantragt werden. Für die Genehmigung sehe er aber keine Bedenken.

Herr Kühn fragt, ob der Austausch der Kiesschicht vor Beginn des Badebetriebs 2018 erfolge.

Dies bejaht Herr Pasch und ergänzt, dass die Kiesschicht komplett ausgetauscht werde und die neue Schicht über eine dickere Körnung verfüge.

Herr Butzen hinterfragt die Körnung des Kieses.

Herr Pasch erhofft sich durch die Verwendung einer dickeren Körnung ein besseres Ergebnis für die Wasserqualität zu erhalten.

Frau Schneider betont die Wichtigkeit des Freibades für Hüls. Sie erklärt, dass aus ihrer Sicht vom Eisengehalt im Wasser keine Gesundheitsgefährdung für den Menschen ausgehe. Dieser wirke sich nur auf die Sichttiefe aus und verursache zudem eine Verfärbung der Badebekleidung.

Herr Ohlig erklärt, dass der Bürgerverein erst kürzlich eine größere Summe Geld für Anschaffungen im Bereich des Kleinkinderbeckens investiert hätte.

Herr Reyer bittet die Verwaltung rechtszeitig die Bezirksvertretung zu informieren, wenn für die Genehmigung bzw. für den Erhalt des Freibades eine größere Summe investiert werden müsste.

Herr Plenker wiederholt, dass er für die Genehmigung keine Bedenken sehe.
Die Wasserqualität entspräche allerdings nicht den Forderungen. Diese lägen im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes. Damit das Freibad erhalten bliebe, würde alles Mögliche getan.

Herr Pasch erläutert, dass die laufende Sitzung der Information diene und er die Bezirksvertretung umgehend darüber informiert, sobald es Erkenntnisse über den Einsatz der mobilen Filteranlagen gibt.

Herr Kuhn fragt, für wie viele Jahre eine solche Genehmigung erteilt werde.

Herr Plenker erklärt, dass solche Genehmigungen in der Regel auf 20 Jahre befristet werden.

Herr Butzen hält anschließend fest, dass die Erteilung einer Betriebsgenehmigung erfreulicherweise im alleinigen Zuständigkeitsbereich der Stadt Krefeld liege und keine anderen Behörden eingebunden werden müssen.
Wichtig sei, dass die Wasserqualität gut und der Kiesaustausch vor der Badesaison 2018 fertig gestellt sei. Eine Schließung des Naturfreibades Hüls käme unter keinen Umständen in Frage. Wenn es erforderlich sei würde versucht, rechtszeitig Gelder für die Investitionen bereitzustellen und entsprechende Gespräche mit dem zuständigen Beigeordneten geführt.