Inhalt

- De-Greiff-Säule

Datum13.03.2018
Beratungsartöffentlich

Vorgesehener Beratungsweg

Kultur- und Denkmalausschuss, 13.03.2018
Beschluss


Der Kultur- und Denkmalausschuss nimmt die Präsentationen zur Kenntnis.

Abstimmungsergebnis

zur Kenntnis genommen

Wortbeitrag


Die Vorsitzende, Ratsfrau Müllers, begrüßt als Gäste die Herren Klaus Reymann und Georg Opdenberg, die ihre divergierenden Vorschläge zum weiteren Umgang mit der Replik des Säulenschaftes des ehemaligen Ehrenmals erläutern. Frau Müllers erinnert an die ausführlichen Informationen der Verwaltung zu diesem Thema in der Sitzung des KDA am 23.01.2018 [Protokollnotiz: Vgl. Niederschrift der 20.Sitzung, Punkt 4 samt Anlage]. Herr Opdenberg erläutert seine Idee [Protokollnotiz: Der Vortrag in Bild und Wort ist dieser Niederschrift beigefügt]. Der KDA dankt mit anhaltendem Applaus.
Herr Reymann hat ein Modell des De-Greiff-Ehrenmals im Maßstab 1:10 mitgebracht [Protokollnotiz: Fotos sind dieser Niederschrift beigefügt.] Er gibt einen ausführlichen Abriss der historischen Bedeutung der Familie de Greiff und insbesondere des Cornelius de Greiff für Krefeld in wirtschaftlicher, politischer, gesellschaftlicher, religiöser und sozialer Hinsicht. Er stellt die Sichtachsen-Beziehung zwischen dem Rathaus und dem Ursprungsstandort her. Dieser sei nicht zufällig, sondern sehr bewusst gewählt gewesen, mit Blick des Greifvogels auf das ehemalige Von-der-Leyen-Schloss. Er beziffert den seinerzeitigen Wert des Stiftungsvermögens mit 1,384 Mio Talern, eine Geldsumme, die einem städtischen Jahresetat entsprochen habe. Er mahnt als Zeichen des Anstands eindrücklich an - auch im Hinblick auf aktuelle und künftige Mäzene - dem Wohltäter der Stadt die Ehre zukommen zu lassen, die ihm gebühre. Er habe inzwischen 22 Projekte mit der Baudenkmalstiftung realisiert und könne sich nicht vorstellen, die sog. "Weihesäule" durch bloße Funktionalität herabzuwürdigen. Er zitiert § 2 DSchG, wonach auch Teile von Sachen Denkmal sein können und spricht sich für eine Stadtreparatur aus.
An der anschließenden Diskussion beteiligen sich die Ratsfrauen und - herren Matthias, Drießen-Seeger, Bovenkerk und Dr. Hattstein, Bürger(in) Kreuzberg und Kamphausen sowie die Denkmalberater Brünsing und Grünwald. Die Bandbreite der Beiträge reicht von der zu verneinenden Frage, ob am Corneliusplatz Bäume funktionsstörend sein könnten, über den städtebaulichen Ansatz der Vorschläge bis hin zur Ablehnung einer historisierenden und Befürwortung einer puristischen Lösung einerseits sowie andererseits zur Positionierung für eine "große Lösung", sollte der Ostwall zukünftig einmal überplant werden. Erneut angemahnt wird sehr gutes Nachdenken im Hinblick auf drei bei der Bevölkerung gescheiterte Varianten. Als neuer Aspekt wird die Frage aufgeworfen, ob eine Replik ein Denkmal sein kann. Denkmalpflegerin Eifert erläutert, dass mit Frau Dr. Heinzelmann vom LVR die Verabredung besteht, sich ausführlicher mit dem Thema zu befassen. Dabei werde u.a. der bislang fragliche Zeugniswert unter Berücksichtigung des Wandels der Materialität des Schaftes zu erörtern sein. Eine am Rande aufgetretene Frage nach der Eintragung des Bismarcksockels als Denkmal wird verneint.