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- Neubau einer vollstationären Pflegeeinrichtung im Stadtbezirk West

Datum16.01.2018
Beratungsartöffentlich

Vorgesehener Beratungsweg

Bezirksvertretung West, 30.01.2018

Wortbeitrag


Herr Gottschalk verweist auf den schriftlichen Bericht und erläutert die Hintergründe der vom Rat beschlossenen "Verbindlichen Bedarfsplanung 2015-2018", die Aufteilung des Stadtgebietes in Einzugsbereiche und die Bedarfe.
Er erklärt, dass im Einzugsbereich Benrad-Süd/Fischeln/Forstwald eine Unterdeckung an Pflegeplätzen vorliege und daher eine Bedarfsausschreibung erfolgte und die Casa Reha Unternehmensgruppe sich daraufhin beworben habe. Dieser wurde daraufhin in 2016 eine Bedarfsbestätigung ausgestellt.

Herr Heimendahl fragt, wie das Problem von Überhängen an der Stadtgrenze gelöst werde.

Herr Gottschalk verdeutlicht, dass die Bedarfsberechnung auf der Grundlage der Krefelder Bevölkerung erfolgte. In den Einrichtungen sei jedoch eine Belegung von ca. 15% durch "Auswärtige" zu verzeichnen. Dadurch ergebe sich eine Gesamtbelegung von nahezu 98-100%. Insgesamt sei dieser Faktor schwer einzuschätzen, ein Schwerpunkt der Seniorenarbeit werde daher auch auf die häusliche Pflege im gewohnten Umfeld gesehen.

Herr Dr. Porst erklärt, dass der Bericht plausibel und nachvollziehbar sei.
Im nichtöffentlichen Sitzungsteil werde später noch der städtebauliche Aspekt an dem vorgesehen Standort erörtert.
Er betont, dass die Bürgerschaft und insbesondere die Anlieger hieran ein besonderes Interesse haben, da Fragen zu der Infrastruktur und der künftigen Unterbringung von Garagen bestehen.
Er bittet, dies durch den Fachbereich Soziales, Senioren und Wohnen zu begleiten.

Herr Pasch betont, dass die verbindliche Bedarfsplanung ein gutes und wichtiges Instrument sei, die Landesregierung hieran jedoch offenbar nicht festhalten möchte.
Er bittet die Mitglieder des Gremiums an die Landesfraktionen zu appellieren die Fortführung der verbindlichen Bedarfsplanung zu unterstützen.
Es bestehe ein hoher Bedarf an Kurzzeitpflegeplätzen, die nur schwer zu bekommen seien, insbesondere kurzfristig. Er regt an, solitäre Kurzzeitpflegeplätze insgesamt besser zu integrieren.

Herr Gottschalk erklärt, dass diese Bitte dem Investor gegenüber geäußert wurde.

Herr Dr. Ruhland merkt an, dass Krefeld insgesamt auf einem guten Weg ist, die Versorgung mit Pflegeplätzen zu gewährleisten. Auch das von der Stadt Krefeld gewählte Verfahren sei in Ordnung.
Er bemängelt jedoch, dass die Politik über das jetzige Vorhaben schlecht informiert wurde und offenbar Lösungen zur Quartiersentwicklung und zu Angeboten noch fehlen.

Herr Schmitz fragt, ob die Unterbringung von "Auswärtigen" in Pflegeheimen Auswirkungen auf die Sozialleistungen habe.

Herr Gottschalk erklärt, dass die Sozialleistungen von der Kommune zu tragen seien wo bislang der Wohnsitz war.

Frau Müllers erklärt, dass die Bevölkerung / Anlieger sich zu wenig informiert fühlen. Es seien Fragen zur künftigen Unterbringung des ansässigen Bäckers und des Kiosk offen, aber auch Fragen, wo künftig Ersatz für die abzureißenden Garagen errichtet werde und wie sich die verkehrliche Entwicklung darstelle.

Frau Brodehl von der Casa Reha erklärt, dass sie eine Einladung des Bürgervereins und der Siedlergemeinschaft erhalten habe und in Informationsveranstaltungen das Vorhaben vorstellen werde sowie für Fragen zur Verfügung stehe.